Am Freitag fanden die Schultheatertage 2016 ihren Abschluss mit einer außergewöhnlichen Performance in den Kammerspielen und in gut gelaunter Gesellschaft. Die Teilnehmer von zehn Schulen reflektierten zum Freitagnachmittag ihre Ergebnisse der Workshops in Form von Stimmexperimenten oder Fechtspielen und schauten zum Abschluss ein von Simone Rupp eingeübtes Tanzprojekt.
Stella Kociper, Maria Bürger und Charlotte Rittershofer verwandeln die Kammerspiele für eine kurze Zeit in eine Idee über „Zeit, Raum und Weg“. In schlichter Kleidung und Beleuchtung beginnt eine Dreieckskonstellation die sich in akrobatische Elemente verwandelt. Die Performance soll mit Bewegungssprache Kombinationen von Zeit, Raum und Weg transportieren. Eine Idee die bedingt, dass sich im Kopf von konventionellen Assoziationen zu den Begriffen gelöst wird, so Maria Bürger im anschließenden Gespräch. Die Ebenen von Bewegungen würden dafür aufgebrochen und entwickeln sich individuell mit den Tänzerinnen, deren Ausdruck und Körperspannung die Kammerspiele mit einer beeindruckenden Energie füllte. Charlotte Rittershofer erklärt, dass dafür nicht nur Idee und Bühne wichtig seien, sondern auch der Mut zu neuen Bewegungen, die Scheu vor unästhetischen Ergebnissen abzulegen sei unumgänglich. Eine spannende Idee von Simone Krupp und tolle Umsetzung der drei jungen Tänzerinnen.
Im Anschluss ließen Schüler, Lehrer, Helfer und Theatermitarbeiter die Schultheatertage 2016 in entspannter Gesellschaft ausklingen, mit Ausblick auf das nächste Jahr.
Posts mit dem Label Freitag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Freitag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 27. Juni 2016
Sommerlicher Abschluss
Labels:
Abschluss,
Autorin: Josephine,
Freitag,
Rahmenprogramm
Samstag, 25. Juni 2016
Viel Lärm um Nichtigkeiten
Sie streiten sich, anschließend vertragen sie sich wieder. Doch kurz darauf geht es wieder los. Zunächst nur mit Worten, dann werden einige aber auch handgreiflich, das Gericht scheint ebenfalls unfähig, die Streitigkeiten zu beenden, sie werden nur noch zusätzlich angeheizt.
Bei Viel Lärm in Chiozza von Carlo Goldoni, das von der 8. Klasse der Freien Waldorfschule Würzburg im Rahmen der Schultheatertage gespielt wird, streiten sich die Chiozzotten um eine Nichtigkeit, aus der sich aber wegen zahlreicher Missverständnisse und Eifersüchteleien ein wahrer Kleinkrieg entwickelt und sämtliche Verlobungen aufgelöst werden. Eine Beilegung des Streits scheint oft in greifbarer Nähe, doch dann kommt wieder etwas dazwischen und alle gehen erneut aufeinander los.
Obwohl die Handlung eigentlich nur aus Gezänk besteht, ist das Stück erstaunlich kurzweilig, was nicht zuletzt den Schauspielerinnen und Schauspielern zu verdanken ist. Bemerkenswert sind auch die Kostüme, die sehr authentisch wirken, vor allem die Reifröcke lassen an das 18. Jahrhundert denken, in dem diese Komödie geschrieben wurde. Dass die Schauspielerinnen und Schauspieler trotz des Alters des Stücks eine moderne Sprache verwenden, steigert die Verständlichkeit und somit auch die Qualität der Inszenierung noch einmal zusätzlich.
Viel Lärm in Chiozza ist eine sehr amüsante Komödie, bei der das Publikum einiges zu lachen hat und sich über ein Happy End freuen kann.
![]() |
| Toffolo Murmeltier löst aus Versehen den Zank aus. (Foto: Michael Braun) |
Obwohl die Handlung eigentlich nur aus Gezänk besteht, ist das Stück erstaunlich kurzweilig, was nicht zuletzt den Schauspielerinnen und Schauspielern zu verdanken ist. Bemerkenswert sind auch die Kostüme, die sehr authentisch wirken, vor allem die Reifröcke lassen an das 18. Jahrhundert denken, in dem diese Komödie geschrieben wurde. Dass die Schauspielerinnen und Schauspieler trotz des Alters des Stücks eine moderne Sprache verwenden, steigert die Verständlichkeit und somit auch die Qualität der Inszenierung noch einmal zusätzlich.
Viel Lärm in Chiozza ist eine sehr amüsante Komödie, bei der das Publikum einiges zu lachen hat und sich über ein Happy End freuen kann.
![]() |
| Die Schüler spielen in zwei - zum Teil gar in drei - Besetzungen, damit jeder mal auf der Bühne stehen kann. (Foto: Michael Braun) |
Freitag, 24. Juni 2016
Ein Riesenspektakel im Zirkus Tutti-Frutti
| Die Fünf Freunde lösen den Fall |
10 Uhr früh am Freitagmorgen. Ein großes Gewusel in den Kammerspielen, bis jeder im Publikum, das hauptsächlich aus Grundschülern besteht, einen passenden Platz gefunden hat. Dann geht es auch schon los: Die fünf Freunde kommen hereingestürmt und sofort sind die jungen Zuschauer gefesselt.
Obwohl sie in den Ferien eigentlich keine größeren Abenteuer erleben wollen, geraten sie in das heillose Chaos hinein, das im Zirkus „Tutti-Frutti“ ausgebrochen ist. Nicht nur, dass die Nase des Clowns weg ist, auch dem Musiker fehlt eine Gitarrensaite und zu guter letzt verschwindet auch noch der Comedian. Schlussendlich gelingt es den Fünf Freunden mithilfe der Kinder im Publikum und vor allem dem Hund Timmy das Rätsel zu lösen, wer dahintersteckt.
Mit zahlreichen Showeinlagen, beeindruckender Live-Musik und einigen witzigen bis spannenden Elementen schaffen es die Schüler des Egbert-Gymnasiums, die Aufmerksamkeit und Begeisterung im Publikum hoch zu halten. Sicher und fast schon professionell bleiben sie durchgehend in ihren Rollen, die sie auf herausragende Weise besetzen. Kostüm und Bühnenbild fügen sich nur allzu gut mit ein und runden das Erlebnis ab.
Im Publikum wechseln sich jedenfalls Spannung, Lachen und ungehemmte Begeisterung ab, die Vorstellung schließt mit einem tosenden Applaus.
Tick zu Ende
| Unter Bäumen mit Theater im öffentlichen Raum |
Bei dieser Übung, die Teil des Workshops Theater im öffentlichen Raum ist, geht es darum, einen Tick, den eine Person hat, zu beobachten und mit immer übertriebeneren Armbewegungen nachzumachen. Auf diese Weise soll nicht nur das Beobachten, sondern auch das Nachahmen verbessert werden. Diesen Zweck verfolgten auch die vorangegangenen Übungen, wie z.B. das imitieren von Geräuschen, die man in seiner Umgebung wahrnimmt.
All das dient als Vorbereitung auf das, was dann folgt: Die Mädchen bekommen die Aufgabe, Szenen im Park zu beobachten und anschließend vor der Gruppe vorzustellen. Dort sind dann vor allem rauchende und telefonierende Menschen zu sehen, aber auch ein Streit oder Fahrradfahrer werden dargestellt.
Abschließend setzten sich vier Freiwillige vor das Publikum und kratzen sich am Bein, richten ihre Klamotten oder tun so, als würden sie trinken. Nach einem kurzen Moment wird klar, was sie da machen: Sie ahmen die vor sich sitzenden Personen nach.
Labels:
Autorin: Karin,
Donnerstag,
Freitag,
Rahmenprogramm,
Workshop
Abonnieren
Posts (Atom)

